Samsung plant Berichten zufolge eine umfassende Überarbeitung von One UI 10. Die Änderungen könnten beeinflussen, wie Galaxy-Nutzer durch Apps navigieren, Aufgaben erledigen und zwischen Geräten wechseln. Die Software dürfte für einen grundsätzlicheren Wandel in Samsungs Designphilosophie stehen und nicht nur für ein weiteres schrittweises visuelles Update.

Die Behauptungen stammen aus einer von Nokia Power User zitierten Quelle und wurden teilweise vom Samsung-orientierten Leaker Ice Universe gestützt. In einem Beitrag vom 17. Oktober erklärte Ice Universe, eine unabhängige Quelle habe bestätigt, dass One UI 10 „bedeutende Änderungen“ mit beispiellosem Charakter bringen werde.

Ein Schritt über einzelne App-Erlebnisse hinaus

Eine der gemeldeten Änderungen betrifft den Ersatz des traditionellen App-für-App-Ansatzes durch das, was die Quelle Contextual Flow nennt. Statt mehrere Anwendungen öffnen zu müssen, um eine einfache Aufgabe zu erledigen, könnte One UI 10 zusammengehörige Informationen in einer Ansicht bündeln.

Dieser Ansatz könnte je nach Situation Elemente wie Kalendertermine, Standortinformationen und Kommunikation zusammenführen. Das Konzept ähnelt Samsungs bestehender Funktion Now Nudge, doch der Bericht beschreibt eine wesentlich umfassendere Umsetzung, die Informationen organischer im gesamten Betriebssystem verknüpfen würde.

Das Ziel wäre, das Anliegen des Nutzers und nicht eine einzelne App in den Mittelpunkt des Erlebnisses zu stellen. Der Bericht nennt jedoch keine konkreten Beispiele dafür, wie Samsung das System umsetzen würde oder welche Geräte jede Funktion unterstützen könnten.

Weniger Tippen und engere Galaxy-Verbindungen

Samsung will Berichten zufolge außerdem die sogenannte „kognitive Belastung“ reduzieren. In der Praxis könnte das bedeuten, unnötige Eingaben, versteckte Menüs und zusätzliche Ebenen zu entfernen, die das Auffinden alltäglicher Aufgaben erschweren. Das Ergebnis soll eine direktere Benutzeroberfläche mit weniger Sackgassen sein.

Ein dritter Schwerpunkt ist ein stärker vereinheitlichtes Ökosystem. One UI 10 soll die Übergaben zwischen Galaxy-Smartphones, Tablets und Wearables verbessern und es möglicherweise erleichtern, Aktivitäten geräteübergreifend fortzusetzen. Die verfügbaren Informationen nennen nicht, welche bestehenden Funktionen für die Verbindung zwischen Geräten geändert würden.

Fortschrittliche KI-Funktionen könnten kostenpflichtig werden

Künstliche Intelligenz dürfte weiterhin Teil von Samsungs Strategie bleiben, doch der Bericht deutet auf ein Zwei-Stufen-Modell hin. Alltägliche Funktionen sollen kostenlos bleiben, während spezialisierte Integrationen von Drittanbietern und anspruchsvollere Verarbeitungstools ein Abonnement erfordern könnten.

Ein solches Modell würde die Kosten für den Betrieb fortschrittlicher KI widerspiegeln, insbesondere da Samsung die Verarbeitung auf dem Gerät mit hybrider Verarbeitung ausbalanciert. Der Bericht stellt dies als Möglichkeit und nicht als bestätigten Preisplan dar. Samsung wurde nicht als Quelle für eine Ankündigung dieser Struktur genannt.

Veröffentlichung von One UI 10 bleibt ungewiss

Der Umfang der gemeldeten Änderungen könnte es schwierig machen, One UI 10 für die nächsten Generationen von Galaxy Z Fold und Galaxy Z Flip fertigzustellen. Dem Bericht zufolge könnte Samsung die große Veröffentlichung stattdessen an die Galaxy-S29-Serie koppeln, was mit dem zehnten Jahrestag von One UI zusammenfallen würde.

Samsung dürfte außerdem deutlich vor der finalen Veröffentlichung Entwicklervorschauen bereitstellen, falls die Pläne umgesetzt werden. Der Bericht rät davon ab, einen Hardwarekauf allein wegen One UI 10 aufzuschieben. Die langfristige Softwareunterstützung des Unternehmens sollte die neuen Funktionen auf aktuelle Galaxy-S- und faltbare Z-Flaggschiffmodelle bringen.