Heute vor 19 Jahren begann Apple mit dem Verkauf des ersten iPod touch – eines Geräts, das das Touchscreen-Erlebnis des iPhone erstmals in die Musikplayer-Reihe des Unternehmens brachte. Der Player war ab dem 14. September 2007 allgemein verfügbar, gut eine Woche nachdem Steve Jobs ihn auf dem Medien-Event „The Beat Goes On“ des Unternehmens vorgestellt hatte.
Was den iPod touch besonders machte
Der iPod touch brachte mehrere Markenzeichen des iPhone in ein Gerät, das kein Telefon war. Er verfügte über dasselbe Multi-Touch-Interface, integriertes WLAN und den Webbrowser Safari, wodurch iPod-Besitzer im Web surfen konnten, ohne einen Computer zu benötigen. Entscheidend war, dass ihm die Mobilfunkanbindung und eine Kamera fehlten, was ihn in Apples Sortiment unterhalb des iPhone positionierte.
Apple bewarb das Gerät als hosentaschengroßes Tor zum Web und zur Musik. Käufer konnten Songs drahtlos über den iTunes Wi-Fi Music Store erwerben – eine Funktion, die sich auf das integrierte WLAN stützte, um Käufe unterwegs abzuschließen, statt über einen Desktop-Rechner zu synchronisieren.
Preise zum Verkaufsstart
Der iPod touch erschien in zwei Speicheroptionen. Das 8-GB-Modell kostete 299 US-Dollar, während die 16-GB-Version für 399 US-Dollar zu haben war. Damit reihte er sich als Premium-Option in Apples iPod-Familie ein und bot weit mehr als die traditionellen Click-Wheel-Player jener Zeit.
Eine lange Laufbahn bis zum Aus
Der iPod touch entwickelte sich zu einem dauerhaften Bestandteil von Apples Produktkatalog. In den folgenden Jahren brachte das Unternehmen sieben Generationen des Geräts heraus und rüstete es nach und nach mit schnelleren Chips, Kameras und Unterstützung für neuere iOS-Versionen auf. Für viele Nutzer, insbesondere jüngere Käufer und solche ohne Mobilfunkvertrag, diente er als erschwinglicher Einstieg in Apples App-Ökosystem.
2022 stellte Apple den iPod touch ein und schlug damit das letzte Kapitel der iPod-Marke zu, die die tragbare Musik der 2000er-Jahre geprägt hatte. Sein Aus spiegelte wider, wie das iPhone nahezu jede Funktion aufgesogen hatte, die der touch einst bot – von der Musikwiedergabe über das Surfen im Web bis zum App-Zugang.
Warum das Jubiläum wichtig ist
Das Jubiläum des iPod touch erinnert daran, wie schnell Apple seine Touchscreen-Plattform über das iPhone hinaus ausdehnte. Indem Apple dieselbe Oberfläche in ein günstigeres Gerät steckte, erweiterte das Unternehmen den Zugang zu iOS-Apps und trug dazu bei, den App Store als Mainstream-Plattform zu etablieren. Rückblickend schlug der iPod touch die Brücke zwischen dem klassischen iPod und der Smartphone-Ära, und seine lange Produktionszeit unterstreicht, wie zentral der Touchscreen-Ansatz für die Strategie des Unternehmens wurde.




