Apples faltbares iPhone Duo kombiniert ein Design mit zwei Displays und eine Kamerasoftware, die eigens für ein Telefon entwickelt wurde, das sich biegen lässt. Das Unternehmen fügt mehrere Funktionen hinzu, die einzigartig für das Gerät sind, während seine Zwei-Linsen-Hardware näher am Standard-iPhone 17 als an der Pro-Reihe liegt. Das iPhone Duo ist ab dem 16. Oktober vorbestellbar und kommt am 23. Oktober auf den Markt, ab 1.999 US-Dollar.

Kamera-Tricks für ein faltbares Display

Da das Duo sowohl ein inneres als auch ein äußeres Display besitzt, hat Apple Funktionen für die Kamera-App entwickelt, die ein herkömmliches Smartphone nicht bieten kann:

  • Smart Take nutzt KI, um zu erkennen, wann alle in einem Gruppenfoto bereit sind, sodass der Besitzer das halb gefaltete Telefon aufstellen, ins Bild treten und es ohne Timer auslösen lassen kann.
  • Kid Cue spielt kleine Peanuts-Animationen ab, um Kinder dazu zu bewegen, in die Linse zu schauen.
  • Duo Preview zeigt eine Live-Vorschau auf beiden Bildschirmen, sodass das Motiv seine Pose sehen und anpassen kann.
  • Duo FaceTime ermöglicht es einer Person in der Nähe, einem Anruf auf dem äußeren Display beizutreten, während der Besitzer das innere nutzt, sodass man sich nicht um einen einzigen Bildschirm drängen muss. Apple weist darauf hin, dass dies getrennt von Dual Capture ist, das gleichzeitig mit Front- und Rückkamera aufnimmt.

Das Faltscharnier dient zugleich als integriertes Stativ und Ständer. Das Duo kann für FaceTime, Videoaufnahmen und Langzeitbelichtungen von selbst stehen, und es kann Selfies mit der hochwertigeren 48-MP-Rückkamera aufnehmen, während das äußere Display als Sucher fungiert.

Was die Kamera-Hardware bietet

Das iPhone Duo verfügt über ein „Dual Fusion"-Zwei-Kamera-System mit einem 48-MP-Hauptsensor. Es entspricht weitgehend dem iPhone 17 und liefert standardmäßig 26-mm-Bilder mit 24 MP sowie 12-MP-Aufnahmen mit 2x bei 52 mm. Es gibt außerdem eine 48-MP-Ultraweitwinkelkamera mit 13 mm Brennweite und Makro-Unterstützung.

Ohne dediziertes Teleobjektiv erreicht das Duo maximal einen 2x-Zoom in optischer Qualität, einen 2x optischen Auszoom und bis zu 10x digitalen Zoom für Fotos. Es enthält eine optische Bildstabilisierung durch Sensorverschiebung, allerdings nicht die Version der zweiten Generation aus den Pro-Modellen, und es unterstützt keine räumlichen Fotos oder ProRAW.

Video- und Aufnahmefunktionen

Das Duo teilt einige neuere Werkzeuge mit dem iPhone 18 Pro. Das intelligente Fokus-Tracking nutzt KI, um ein Motiv scharf zu halten und es wieder zu erfassen, wenn die Person das Bild verlässt und zurückkehrt. Das Telefon nimmt 4K-Dolby-Vision-Video mit bis zu 120 fps auf und den Kinomodus mit bis zu 60 fps, mit der – für diese Modelle neuen – Möglichkeit, Kino-Effekte nach der Aufnahme anzuwenden. Apple nennt zudem verbessertes Video bei schwachem Licht in 1080p.

Zeitraffer-Aufnahmen mit Stabilisierung bis zu 4K Dolby Vision sind eine weitere gemeinsame Ergänzung, und laut Apple ist dies auf dem Duo besonders praktisch, da das Telefon von selbst stehen kann. Die neuesten fotografischen Stile, einschließlich Textur- und Körnungsparametern, werden unterstützt.

An der Vorderseite ist die äußere Selfie-Kamera mit 12 MP ausgestattet statt der 18-MP-Einheit im iPhone 17 und 18 Pro, während das innere Display eine 1080p-FaceTime-Kamera unter dem Display beherbergt.

Die Pro-Features, die fehlen

Im Vergleich zum iPhone 18 Pro und Pro Max ist das System des Duo einfacher gehalten. Ihm fehlen ein Teleobjektiv, Pro Controls, Apple Reference Image, variable Blende, Sensorverschiebungs-Stabilisierung der zweiten Generation, adaptiver True-Tone-Blitz, räumliche Foto- und Videoaufnahme, ProRAW, ProRes, ProRes RAW, Genlock, Apple-Log-2-Aufnahme und das Vier-Mikrofon-Array in Studioqualität.

Der Kompromiss ist klar: Käufer erhalten einen faltbaren Formfaktor und bildschirmgesteuerte Aufnahme-Tricks, verzichten aber auf das umfangreiche Bildbearbeitungspaket, das Apples Pro-Modellen vorbehalten ist – zu einem Einstiegspreis von 1.999 US-Dollar.