Apples neu vorgestellte iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max erscheinen zwei Jahre nach der iPhone-16-Pro-Reihe, und wer eine Generation überspringt, sammelt für das 2024er-Modell mehr als 50 Veränderungen an. Ein Großteil des sichtbaren Redesigns kam eigentlich schon mit dem letztjährigen iPhone 17 Pro, sodass für iPhone-16-Pro-Nutzer zwei Upgrade-Runden zu einem der größten Sprünge verschmelzen, den Apple je in einem Schritt geboten hat.
Was sich bei Design und Display geändert hat
Der Titanrahmen und die vollständige Glasrückseite des iPhone 16 Pro weichen einem Aluminium-Unibody mit einer teilweisen Ceramic-Shield-Rückseite und einem Kameraplateau über die volle Breite. Die Front nutzt nun Ceramic Shield 2, das laut Apple eine dreimal bessere Kratzfestigkeit bietet, dazu eine neue Antireflex-Beschichtung, die dem älteren Modell komplett fehlt.
Das Display wird zudem heller und steigt im Freien von 2.000 Nits auf 3.000 Nits Spitzenhelligkeit, bei doppeltem Kontrast im Außenbereich. Eine kleinere Dynamic Island unterstützt jetzt bis zu drei gleichzeitige Live Activities. Der Nachteil ist das Gewicht: Das iPhone 18 Pro Max ist 22 Gramm schwerer als das iPhone 16 Pro Max – ein Unterschied, der in der Hand spürbar ist.
Zuwächse bei Leistung und Konnektivität
Im Kern steckt der A20 Pro, Apples erster Smartphone-Chip im 2nm-Prozess von TSMC. Er kombiniert zwei Super-Kerne mit vier Effizienzkernen, ergänzt einen siebten GPU-Kern mit Neural Accelerators und verdoppelt die Neural Engine auf 32 Kerne. Der Arbeitsspeicher steigt von 8 GB auf 12 GB, und die Speicherbandbreite klettert auf rund 115 GB/s. Eine Vapor Chamber der zweiten Generation – die dem iPhone 16 Pro fehlt – soll bei längerem Gaming und langen Videoaufnahmen helfen.
Bei der Konnektivität übernimmt Apples eigenes Silizium. Das iPhone 18 Pro nutzt in allen Ländern das Apple-C2-Modem (das Pro Max bleibt in den USA bei einem Qualcomm-Modem), und der Apple-N1-Chip übernimmt Wi-Fi, Bluetooth 6 und Thread.
Die Kamera-Upgrades summieren sich
Das Kamerasystem unterscheidet sich deutlich. Das Teleobjektiv springt von 12 Megapixeln bei 5x auf einen 48-Megapixel-Fusion-Sensor mit 4x und 8x optischem Zoom, während die Frontkamera von 12 auf 18 Megapixel steigt und Center Stage sowie ultrastabilisiertes Video hinzufügt. Die Hauptkamera tauscht ihre feste ƒ/1.78-Blende gegen eine variable Blende über vier Stufen von ƒ/1.48 bis ƒ/4.0, die sechs lasergeschnittene Lamellen nutzt.
Apple ergänzt außerdem Pro-Steuerungen für manuelle Blende, Verschlusszeit, Weißabgleich und ein Histogramm, dazu ProRes RAW, Genlock, Dual Capture, den Kinomodus mit 60 fps sowie Photographic Styles 3 mit Textur- und Körnungskontrollen. Das Unternehmen verspricht durch den neuen Hauptsensor und die neue Pipeline eine rund 50 % bessere Leistung bei schwachem Licht.
Akku, Laden und Preise
Bei der Akkulaufzeit erzielt Apple den bislang größten Sprung zwischen zwei Generationen. Das iPhone 18 Pro erreicht bis zu 36 Stunden Videowiedergabe gegenüber 27 beim iPhone 16 Pro, während das Pro Max von 33 auf 45 Stunden steigt. Auch das Laden ist schneller: 50 % in rund 15 Minuten mit einem 60-W-fähigen Netzteil, verglichen mit zuvor 30 Minuten.
Der Haken ist der Preis. Das iPhone 18 Pro startet bei 1.199 US-Dollar für 256 GB – 200 Dollar mehr als der Einführungspreis von 999 Dollar beim iPhone 16 Pro, wobei sich der Einstiegsspeicher verdoppelt hat. Eine neue 2-TB-Stufe kostet bis zu 2.399 Dollar, beziehungsweise 2.499 Dollar beim Pro Max. Apple verkauft das iPhone 16 Pro nicht mehr direkt, sodass Vergleiche nun ein Gerät betreffen, das man bereits besitzt, oder ein Angebot von Drittanbietern.
Sollten Sie upgraden?
Für iPhone-16-Pro-Besitzer ist das iPhone 18 Pro angesichts der summierten Veränderungen eine klare Empfehlung. Wer jedoch dem Redesign, der Telekamera oder dem größeren Akku hinterherjagt, sollte beachten, dass das meiste davon bereits mit dem iPhone 17 Pro kam. Ein reduziertes iPhone 17 Pro liefert vieles davon zu geringeren Kosten; die echten Exklusiv-Features des iPhone 18 Pro sind die variable Blende und die Pro-Steuerungen, das C2-Modem, die kleinere Dynamic Island und rund drei zusätzliche Stunden Akkulaufzeit. Die Vorbestellungen begannen am 12. September, verfügbar ab dem 18. September.




