Apple hat iOS 27, sein neuestes iPhone-Software-Update, als kostenlosen Download für unterstützte Geräte veröffentlicht. Auch wenn das Unternehmen die diesjährige Version rund um den Feinschliff seines Betriebssystems und die Behebung von Fehlern positioniert hat, steckt das Update dennoch voller neuer Funktionen – allen voran eine überarbeitete, kontextbewusste Siri, die für das Zeitalter der generativen KI entwickelt wurde.
Das Update lässt sich in der App „Einstellungen“ unter Allgemein → Softwareupdate installieren. Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die Änderungen, die den meisten iPhone-Besitzern zuerst auffallen werden.
Apple Intelligence rückt in den Mittelpunkt
Mehrere der größten Neuerungen setzen auf Apple Intelligence. Ein neues Tool zur Wallpaper-Erweiterung kann ein Foto über seine ursprünglichen Ränder hinaus ausdehnen, sodass es den Sperrbildschirm auf natürliche Weise ausfüllt und passende Hintergrunddetails erzeugt, statt einen engen Bildausschnitt zu erzwingen. Dieselbe Option findet sich auch in der Fotos-App.
Safari nutzt nun geräteinterne Intelligenz, um geöffnete Tabs in themenbasierte Sammlungen zu gruppieren, und mit der neuen Funktion „Erweiterung erstellen“ können Nutzer eine Browser-Erweiterung in einfacher Sprache beschreiben und von Apple erstellen lassen. Die Apps Erinnerungen und Kalender akzeptieren Eingaben in natürlicher Sprache und extrahieren automatisch Datum, Uhrzeit, Personen und Orte aus getippten Einträgen.
Die Kurzbefehle-App erhält eine Oberfläche „Kurzbefehl beschreiben“, bei der Nutzer in Alltagssprache erklären, was sie möchten, und Apple Intelligence die Automatisierung zusammenstellt. Image Playground, bisher auf stilisierte Darstellungen beschränkt, führt nun ein neues Modell auf Private Cloud Compute aus, das erstmals fotorealistische Bilder erzeugen kann – jedes versehen mit einem verborgenen SynthID-Wasserzeichen, das es als KI-generiert kennzeichnet.
Siri, Kameras und Fotos
Die Kamera-App erhält einen Siri-Modus, der von Visual Intelligence angetrieben wird und Pflanzen, Tiere, Speisen und Text im Bild erkennt sowie Aufgaben ausführen kann, etwa das Datum eines Veranstaltungsflyers in den Kalender einzutragen oder eine Rechnung aufzuteilen. Die neu gestaltete Siri-App verwendet standardmäßig Apples neuen Assistenten, lässt sich aber zu ChatGPT wechseln – der Gesprächskontext wird jedoch nicht zwischen beiden übertragen.
Fotos bekommt mehrere Werkzeuge: Sternebewertungen und Schlagwörter zum Ordnen der Mediathek, die Möglichkeit, ein Standbild aus einem Video zu sichern, eine Reframe-Option, die den Bildwinkel mithilfe räumlicher Daten und KI anpasst, sowie Diashows, die sich nun aus jedem Album statt nur aus Rückblicken erstellen lassen. Karten verbessert seine Flyover-Bilder mit schärferen, realistischeren Luftaufnahmen in mehr als 350 Städten.
Auf dem iPhone 17 Pro, dem iPhone 17 Pro Max und dem iPhone Air ermöglicht ein leistungsstärkeres geräteinternes Modell die Stimmanpassung für Siri, sodass Nutzer deren Ausdrucksstärke und Sprechtempo justieren können. FaceTime unterstützt auf diesen Modellen zudem Dual Capture, das Front- und Rückkamera gleichzeitig anzeigt.
Praktische Änderungen für den Alltag
iOS 27 führt einstellbare EQ-Regler für AirPods mit Apples H2-Chip ein, darunter AirPods Pro 2, AirPods Pro 3, AirPods 4 und AirPods Max 2. Nutzer können Tiefen, Mitten und Höhen in den AirPods-Einstellungen anpassen.
Weitere Verbesserungen umfassen:
- Einen Liquid-Glass-Transparenzregler, um die Oberfläche mehr oder weniger durchscheinend zu machen.
- Ein kompaktes Uhr-Layout für den Sperrbildschirm für ein aufgeräumteres Erscheinungsbild.
- Direkte Antworten auf Nachrichten von Android-Nutzern, nicht nur bei iMessage-Blasen.
- Zeichenwerkzeuge innerhalb der Nachrichten-App.
- Eine eigene Weckerlautstärke, getrennt vom Klingelton.
- Individuelle Zeiträume für das Teilen des Standorts in „Wo ist?“.
- Eine Safari-Option „Mich benachrichtigen“, die eine Webseite auf Änderungen überwacht.
- Automatisches Aktualisieren schwacher oder kompromittierter Passwörter über die Passwörter-App.
Die Wallet-App erweitert ihr neu gestaltetes Karten-Layout auf Mitglieds-, Geschenk-, Kunden- und Bonuskarten und fügt eine Ausgaben-Insights-Funktion hinzu, die von der Unterstützung der jeweiligen Bank abhängt. Home-Nutzer mit einem iCloud+-Tarif mit mindestens 2 TB Speicher können schriftliche Zusammenfassungen von Bewegungsmeldungen aus HomeKit Secure Video erhalten, während die Bedienungshilfen einen Modus „Live-Erkennung“ bekommen, der die Umgebung in Echtzeit beschreibt.
Insgesamt verbindet iOS 27 auffällige KI-Neuerungen mit einer Reihe von Verbesserungen für den Alltag und gibt den meisten iPhone-Besitzern einen Grund zum Aktualisieren – selbst wenn die Vorzeigefunktionen neuere Hardware voraussetzen.




