Apple hat neue Details dazu genannt, wie das faltbare Innendisplay des neu vorgestellten iPhone Duo aufgebaut ist, und beschreibt eine 10-Schichten-Struktur, die dem wiederholten Falten standhalten und dabei sichtbare Faltenbildung minimieren soll.

Was im Faltbildschirm steckt

Laut Apple umfasst der Aufbau des Innendisplays eine nano-strukturierte Deckschicht aus einem speziell entwickelten Polymer, das nach Angaben des Unternehmens bis zu 40 Prozent steifer ist als "andere in der Branche verwendete Materialien" – ein Vergleich, der offenbar auf konkurrierende Foldables abzielt. Apple hat zudem hochfestes Glas sowohl über als auch unter dem faltbaren Display-Panel hinzugefügt, ergänzt durch eine Titanplatte am unteren Ende des Aufbaus für zusätzliche strukturelle Stabilität.

Damit sich die Schichten beim Falten und Entfalten des Geräts unabhängig voneinander bewegen können, setzt Apple nach eigenen Angaben spezielle Klebstoffe ein, die es den Schichten ermöglichen, "wie die Seiten eines Buches aneinander vorbeizugleiten" – ein Design, das die Biegebelastung am Falz verringern und langfristigen Verschleiß reduzieren soll.

Haltbarkeit und faltenkaschierendes Design

Die äußere Nano-Textur-Oberfläche des Innendisplays erfüllt laut Apple zwei Zwecke: Sie reduziert Blendungen und macht die Faltlinie weniger sichtbar, wenn das Telefon geöffnet ist. Diese Schicht ist zusätzlich durch eine kratzfeste Beschichtung geschützt, die vor alltäglichen Schrammen bewahren soll.

Bemerkenswert ist, dass das Innendisplay kein Ceramic Shield verwendet, das glaskeramische Material, das Apple an anderen Stellen des Geräts einsetzt. Stattdessen tritt laut Apple speziell beim faltbaren Panel die Custom-Polymer-Deckschicht an dessen Stelle, da ein faltbarer Bildschirm nicht denselben starren glasbasierten Schutz nutzen kann wie ein flaches Display.

Ceramic Shield 2 auf dem Außendisplay

Das äußere, nicht faltbare Display des iPhone Duo ist mit Ceramic Shield 2 versehen, demselben Schutzmaterial, das Apple bei den iPhone 18 Pro Modellen verwendet, während die Rückseite des Geräts durch Standard-Ceramic-Shield geschützt ist. Dieser geteilte Ansatz spiegelt die unterschiedlichen mechanischen Anforderungen eines faltbaren im Vergleich zu einem flach bleibenden Bildschirm wider.

Gemeinsame Display-Funktionen bei beiden Bildschirmen

Trotz ihres unterschiedlichen physischen Aufbaus unterstützen laut Apple sowohl das innere als auch das äußere Display des iPhone Duo dieselben zentralen Display-Funktionen, darunter ProMotion für adaptive Bildwiederholraten, die Always-On-Display-Funktion und die True-Tone-Farbanpassung. Apple gibt außerdem an, dass beide Displays eine maximale Außenhelligkeit von bis zu 3.000 Nits erreichen.

Apple hat das iPhone Duo, sein erstes faltbares iPhone, am 9. September vorgestellt. Das Gerät vereint zwei Bildschirme zu dem, was Apple als einen einzigen durchgehenden Rahmen beschreibt, der im geöffneten Zustand dasselbe Seitenverhältnis teilt, und laut Apple wurde der Übergang zwischen gefaltetem und entfaltetem Zustand so gestaltet, dass er sich flüssig statt mechanisch anfühlt. Vollständig entfaltet ist das iPhone Duo laut Apple das dünnste iPhone, das das Unternehmen je hergestellt hat.

Die technischen Details, die Apple veröffentlicht hat, unterstreichen, wie sehr sich das Design des Duo darauf konzentriert, die Haltbarkeits- und Faltenprobleme zu lösen, die Foldables branchenweit herausgefordert haben – ein Faktor, der wahrscheinlich beeinflussen wird, wie das Gerät aufgenommen wird, sobald es die Kunden erreicht.