Apples neue AirPods 5, die Anfang dieses Monats vorgestellt wurden, markieren einen Wandel bei den Einsteiger-Ohrhörern des Unternehmens: Active Noise Cancellation ist nun bei beiden Modellen Standard. Die AirPods 5 beginnen bei 129 Dollar, eine Version für 149 Dollar ergänzt ein Ladecase mit kabellosem Laden, und beide sind ab Freitag, dem 18. September, erhältlich.

Der Marktstart verändert auch, wie Apple seine günstigsten Ohrhörer staffelt. Bei den AirPods 4 schaltete man mit 50 Dollar mehr (von 129 auf 179 Dollar) ANC plus ein kabelloses Ladecase frei. Bei den AirPods 5 ist die Geräuschunterdrückung bereits im Grundpreis enthalten, und der Aufstieg zur nächsten Stufe kostet jetzt nur noch 20 Dollar.

Was sich zwischen AirPods 4 und AirPods 5 geändert hat

Die AirPods 5 behalten vieles vom Fundament der vorherigen Generation. Sie setzen weiterhin auf den H2-Chip, der 2022 erstmals in den AirPods Pro 2 erschien, statt auf einen gerüchteweise neuen Kopfhörer-Chip, und sie übernehmen Bluetooth 5.3, das gleiche Open-Ear-Design, denselben Treiber und Verstärker sowie identische Abmessungen und identisches Gewicht.

Die Geräuschunterdrückung ist die zentrale Neuerung und kommt nun bei beiden Modellen von 2026 zum Einsatz. Apple gibt an, dass die AirPods 5 bis zu 50 % mehr Außengeräusche entfernen als die AirPods 4 mit ANC – ein Zugewinn, den das Unternehmen einer neu gestalteten akustischen Architektur zuschreibt. Dieselbe Architektur ist auch die Grundlage für die Versprechen von satterem Klang und einem natürlicheren Transparenzmodus. Die Robustheit steigt von IP54 auf IP57, was bedeutet, dass Ohrhörer und Case nun für Untertauchen statt nur für Spritzwasser ausgelegt sind. Auch Audioaufnahmen in Studioqualität sind neu.

Funktionen wie personalisiertes Spatial Audio, Adaptive EQ, Stimmisolation, personalisierte Lautstärke und Siri-Interaktionen kamen bereits vor zwei Jahren bei den AirPods 4 an und bleiben erhalten.

Sollten Sie umsteigen?

Besitzer der AirPods 4 mit ANC haben wenig Grund zu wechseln. Sie verfügen bereits über Adaptives Audio, den Transparenzmodus, Gesprächserkennung, Live-Übersetzung, ein kabelloses Ladecase mit einem Lautsprecher für „Wo ist?“ sowie denselben H2-Chip. Ein Upgrade auf das 149-Dollar-Modell würde eine stärkere Geräuschunterdrückung, eine höhere IP-Einstufung, eine zusätzliche Stunde Wiedergabezeit und Lautstärkeregelung per Wischen bringen.

Deutlich attraktiver ist der Wechsel für Besitzer der Standard-AirPods 4, denen ANC, Transparenzmodus, Adaptives Audio, Gesprächserkennung und Live-Übersetzung fehlen. Die AirPods 5 fügen all das zum selben Preis von 129 Dollar hinzu. Wer noch AirPods 3 oder AirPods 2 nutzt, gewinnt sogar noch mehr, darunter die neuere Passform, den H2-Chip, USB-C und personalisiertes Spatial Audio.

Für Neukäufer sind die AirPods 5 die Standardwahl, während die AirPods 4 nur bei starken Rabatten eine Überlegung wert sind. Apple hat den Direktverkauf beider AirPods-4-Versionen eingestellt, doch sie sind bei Drittanbietern weiterhin breit verfügbar, wo das Standardmodell auf 99 Dollar und die ANC-Version auf 149 Dollar gefallen ist.

Welches AirPods-5-Modell wählen?

Trotz des Abstands von 20 Dollar ist der Unterschied zwischen den beiden AirPods-5-Modellen bedeutsam. Das Ladecase mit kabellosem Laden funktioniert mit Qi-Ladegeräten und dem Apple-Watch-Ladegerät, enthält einen Lautsprecher, um es in „Wo ist?“ zu orten, und liefert eine zusätzliche Stunde Wiedergabezeit pro Ladung sowie zwei weitere Stunden über das Case.

Für die meisten Menschen ist angesichts des geringen Preisunterschieds das 149-Dollar-Modell die Kaufempfehlung. Die Basisversion für 129 Dollar ergibt eher als Zweit- oder selten genutztes Paar Sinn.

Die Open-Ear-Passform bleibt die eigentliche Trennlinie in Apples Sortiment. Wer echte Abschottung, Funktionen für die Hörgesundheit oder Herzfrequenzmessung beim Training möchte, sollte weiterhin zu den 249 Dollar teuren AirPods Pro 3 greifen. Doch für alle, die In-Ear-Aufsätze nicht mögen oder ihre Umgebung im Blick behalten wollen, bieten die AirPods 5 eine deutlich leistungsfähigere Version dieses Designs. Beide AirPods-5-Modelle können vor dem Verkaufsstart am 18. September vorbestellt werden.