TCL stellt beim P80 Ultra ein einziges herausragendes Merkmal in den Mittelpunkt: das nach eigenen Angaben weltweit erste AMOLED-NxtPaper-Display. Das Gerät verbindet einen klassischen High-End-OLED-Bildschirm mit einem umschaltbaren E-Ink-artigen Modus und will so Medienwiedergabe und ablenkungsfreies Lesen in einem einzigen Handset vereinen.

Was das NxtPaper-Display leistet

Das 6,83-Zoll-Panel arbeitet in einem Standard-AMOLED-Modus, der bis zu 3.200 Nits Helligkeit erreicht, mit 120 Hz Bildwiederholrate läuft und 10-Bit-Farben mit hohem Kontrast bietet. Eine matte, entspiegelte Oberfläche bedeckt das Display und macht es deutlich weniger reflektierend als einen typischen glänzenden Bildschirm. Diese Beschichtung verringert die Blickwinkel leicht, wird aber nicht als nennenswerter Nachteil beschrieben.

Ein eigener Schieberegler an der rechten Kante schaltet das Telefon in einen von zwei E-Ink-ähnlichen NxtPaper-Modi. Beim Umlegen wird eine Farbübergangs-Animation ausgelöst, bevor der Bildschirm in einen hellen Sepia-Ton wechselt, wobei die Farben weitgehend entsättigt sind, abgesehen von schwachen Rottönen. Nutzer können jeden der beiden Modi als Standard festlegen.

Der Max-Ink-Modus fungiert als digitaler Detox: Er reduziert die Oberfläche auf einen simplen Homescreen mit einigen wenigen Basis-Apps, unterdrückt die meisten Benachrichtigungen mit Ausnahme von Anrufen und Textnachrichten und versetzt Hintergrund-Apps in den Ruhezustand. Laut TCL verlängert dies die Laufzeit auf bis zu sieben Tage Lesezeit. Das Telefon wird zudem mit einer Reader-App ausgeliefert, die rund 500 kostenlose Bücher in mehreren Sprachen bietet, sowie mit KI-Funktionen, die ein Buch vorlesen oder eine Zusammenfassung im Podcast-Stil erzeugen können. Der App fehlen Sortier- und Suchoptionen.

Der Paper-Modus wandelt die gesamte Telefonoberfläche in schwarz-weißes E-Ink um, wobei die meisten Apps monochrom dargestellt werden. Einige Apps wie YouTube können über eine Einstellung wieder zu Farbe zurückkehren. In beiden NxtPaper-Modi leuchtet das Display auf und entsperrt sich, sobald das Telefon in die Hand genommen wird, sperrt sich beim Ablegen jedoch nicht automatisch.

Design und Hardware

Das P80 Ultra ist ein großes Gerät, misst 8,3 mm in der Dicke und trägt einen üppigen 5.800-mAh-Akku. Es besitzt eine matte Oberfläche an Rückseite, Seiten und Bildschirm, was dem Telefon eine glatte Haptik verleiht. Zu den Farboptionen zählen Midnight Blue, Sunlit Gold und Burgundy.

Im Lieferumfang enthalten sind ein geflochtenes USB-Kabel und eine Hülle mit strukturierter Rückseite sowie Aussparungen für Tasten und Anschlüsse – ein Schritt über dem einfachen Zubehör, das Telefonen in dieser Preisklasse oft beiliegt.

Preise und Verfügbarkeit

Das P80 Ultra ist in zwei Konfigurationen erhältlich. Das Modell mit 8 GB/256 GB kostet 550 Euro, während die Version mit 8 GB/512 GB mit 600 Euro zu Buche schlägt. Die Verdopplung des Speichers für nur 50 Euro Aufpreis ist im Vergleich zu üblichen Speicher-Upgrade-Preisen ungewöhnlich günstig. In Großbritannien wird das Telefon mit 479,99 £ für das 256-GB-Modell und 529,99 £ für die 512-GB-Version gelistet.

Insgesamt präsentiert sich das P80 Ultra als hochwertig wirkendes Handset, dessen Kombination aus einem starken AMOLED-Panel, E-Ink-Flexibilität und langer Akkulaufzeit ihm über seinen Mittelklasse-Preis hinaus Attraktivität verleiht. Das Dual-Modus-Display bleibt sein prägendes Verkaufsargument und richtet sich an Käufer, die ein einziges Gerät für den Alltag und ausgedehntes Lesen wünschen.