Apples neues faltbares iPhone Duo kann auf seinem inneren Display zwei Apps gleichzeitig anzeigen, doch die Funktion arbeitet anders als das Split-View-Multitasking, das langjährige iPad-Besitzer bereits kennen. Statt Nutzern zu erlauben, eine Trennlinie zu verschieben, um den Platz für jede App anzupassen, fixiert das iPhone Duo das Layout auf eine feste 50/50-Aufteilung.

Keine Anpassung, auch nicht im Querformat

Apples Marketing für das iPhone Duo hebt App-Paare und nebeneinanderliegende Fenster hervor, erwähnt aber keinerlei Möglichkeit, diese Fenster in der Größe zu verändern. Das liegt daran, dass es keine gibt. Jede nebeneinanderliegende Kombination auf dem faltbaren 7,6-Zoll-Display des Geräts teilt den Bildschirm gleichmäßig zwischen den beiden Apps auf, ohne die Option, einer App mehr Raum zu geben als der anderen.

Das steht im Gegensatz zum iPad, wo die Split View es Nutzern erlaubt, die Grenze zwischen zwei Apps im Querformat zu verschieben, seit Apple die Funktion 2015 mit iOS 9 eingeführt hat. iPad-Besitzer, die an diese Flexibilität gewöhnt sind, dürften überrascht sein, dass das iPhone Duo nicht dieselbe Kontrolle bietet.

Warum Apple die Aufteilung auf 50/50 fixiert hat

Die starre Aufteilung scheint eine Folge der Bildschirmabmessungen des iPhone Duo zu sein und nicht bloß eine Software-Beschränkung. Sowohl das innere als auch das äußere Display teilen sich dasselbe Seitenverhältnis von 1:1,4, und jede Hälfte des inneren Displays entspricht, wenn es in der Mitte geteilt wird, weitgehend der Form des äußeren Bildschirms. Das bedeutet, dass eine glatte 50/50-Aufteilung jede App in einer Fläche laufen lässt, die ihr Layout ohnehin unterstützt, wobei die Trennung genau entlang der Faltkante des Geräts verläuft.

Würde man Nutzern erlauben, diese Grenze zu verschieben, ergäbe sich eine große Bandbreite an Zwischengrößen für die Fenster, die nicht zu den Abmessungen des äußeren Displays passen würden. Zudem würde es die Dinge für Entwickler erheblich verkomplizieren, die Unterstützung für viel mehr Layout-Möglichkeiten in ihre iPhone-Apps einbauen müssten, statt für eine einzige, vorhersehbare Split-Screen-Größe.

Eine offensichtliche Ausnahme betrifft die Videowiedergabe im Hochformat. Nach Apples eigenen Werbevideos zu urteilen, können Inhalte wie eine Apple-TV-Serie oder ein Film, die über einer anderen App gezeigt werden, in ihrem nativen Seitenverhältnis erscheinen, wobei die darunterliegende App nach oben über die Faltkante hinausreicht.

Weiterhin nützliches Multitasking, nur nicht anpassbar

Auch ohne Größenanpassung bietet der Nebeneinander-Modus des iPhone Duo echte Multitasking-Vorteile. Nutzer können schnell zwischen zwei geöffneten Apps wechseln, zwei Fenster derselben App gleichzeitig ausführen oder eine Messages-Unterhaltung offen halten, während sie Inhalte in einer anderen App ansehen – egal ob das Gerät im Hoch- oder Querformat gehalten wird. Apple erlaubt Nutzern außerdem, bestimmte App-Kombinationen zu speichern, um später darauf zurückzugreifen.

Auf die Einschränkung machte öffentlich ein Nutzer aufmerksam, der auf X unter dem Handle @planetofgori postete und ein Video teilte, das zeigt, dass sich die Split-Screen-App-Größen auf dem iPhone Duo nicht anpassen lassen und auf ein Verhältnis von 1:1 fixiert sind.

Verfügbarkeit und Preis

Als Apples erstes iPhone mit faltbarem Display war beim iPhone Duo von vornherein zu erwarten, dass es für Nutzer eine gewisse Umgewöhnung mit sich bringt, insbesondere für jene, die von den flexibleren Multitasking-Werkzeugen des iPad umsteigen. Das Gerät ist ab 1.999 US-Dollar erhältlich. Vorbestellungen sollen am Freitag, dem 16. Oktober, beginnen, die Verfügbarkeit startet am Freitag, dem 23. Oktober.