Apple dürfte sich laut Mark Gurman von Bloomberg darauf konzentrieren, künftigen Versionen seines iPhone Duo Face ID und eine Telekamera zu spendieren. Das Modell der ersten Generation kam ohne diese Funktionen auf den Markt – eine Entscheidung, die Gurman auf die physischen Einschränkungen des Gerätedesigns zurückführt.

Was Gurman für die dritte Generation erwartet

In seinem jüngsten Power-On-Newsletter schrieb Gurman, seine beste Vermutung sei, dass Apple auf eine Mischung aus Miniaturisierung der Komponenten und Fortschritten bei künstlicher Intelligenz setzen werde, um Face ID und ein Teleobjektiv in ein iPhone Duo der dritten Generation zu integrieren. Dieser Ansatz, so erklärte er, würde es Apple erlauben, auf kleinere, weniger ausgefeilte Tiefensensor- und Kamerahardware zu setzen und das Defizit durch rechnerische Verarbeitung auszugleichen.

In der Praxis bedeutet das, dass die Sensoren selbst möglicherweise nicht mit den Fähigkeiten der Flaggschiff-iPhones von Apple mithalten können, Software und KI aber helfen könnten, die Lücke zu schließen. Es ist eine Strategie, die Apple zunehmend über seine Kamerasysteme hinweg nutzt, in denen die Computational Photography eine immer größere Rolle beim finalen Bild spielt.

Warum das erste iPhone Duo auf diese Funktionen verzichtete

Das iPhone Duo debütierte mit Touch ID statt Face ID sowie mit einem dualen Rückkamerasystem statt einer Konfiguration mit einem dedizierten Teleobjektiv. Gurman legt nahe, dass diese Auslassungen wahrscheinlich durch die Platz- und Hardwarebeschränkungen des Geräts bedingt waren und nicht durch mangelndes Interesse seitens Apple.

Face ID erfordert ein TrueDepth-Kameramodul, das erheblich Platz im Inneren beansprucht, und ein Teleobjektiv erhöht die Dicke und Komplexität einer Kameraeinheit. In einem Gerät, in dem jeder Millimeter zählt, lassen sich solche Kompromisse in frühen Hardwaregenerationen nur schwer unterbringen.

Warum das wichtig ist

Für potenzielle Käufer zeichnet der Bericht das aktuelle iPhone Duo als frühes Produkt, das in späteren Überarbeitungen deutliche Verbesserungen erfahren könnte. Face ID ist über weite Teile der Apple-Produktpalette zur Standard-Authentifizierungsmethode geworden, und ein Teleobjektiv ist eine gängige Erwartung von Nutzern, die optischen Zoom für die Fotografie wünschen. Ihr Fehlen markiert einen klaren Unterschied zwischen dem Duo und Apples Mainstream-iPhones.

Der Zeitplan unterstreicht zudem, wie Apple neue Formfaktoren typischerweise weiterentwickelt. Funktionen, die zum Marktstart fehlen, kommen oft dann hinzu, wenn die zugrunde liegenden Komponenten kleiner und ausgereifter werden. Sollte Gurmans Vorhersage zutreffen, könnte das Modell der dritten Generation die Funktionslücke erheblich verringern.

Das iPhone Duo kommt offiziell am 23. Oktober auf den Markt. Die Erwartungen rund um Face ID und ein Teleobjektiv bleiben vorausblickende Prognosen von Gurman und keine bestätigten Pläne von Apple, sodass sie als fundierte Spekulation darüber zu verstehen sind, wohin sich die Produktlinie entwickeln könnte.