iOS 27 ergänzt die integrierte iPhone-Kamera um einen neuen Siri-Modus. Damit können Nutzer Informationen erhalten und Aktionen ausführen, die auf dem basieren, was im Kamerabild zu sehen ist. Die Funktion nutzt Apples Visual Intelligence, um Objekte zu erkennen, Texte zu lesen und Szenen zu verstehen.
Das Update ist auf unterstützten iPhone-Modellen verfügbar. Apple veröffentlichte iOS 27 am 14. September und damit mehrere Tage vor dem Start der neuen iPhone-18-Pro-Modelle am 18. September.
So funktioniert der Siri-Modus in der Kamera-App
Der Siri-Modus erscheint in der Kamera-App neben Optionen wie Video und Foto im Moduskarussell. Nutzer erreichen ihn, indem sie über die Modi am unteren Bildschirmrand wischen.
Nach der Aktivierung kann der Modus eine Vielzahl von Motiven erkennen, darunter Pflanzen, Tiere und Lebensmittel. Richtet man die Kamera beispielsweise auf ein Gericht, kann sie anzeigen, um welches Essen es sich handelt, und schätzen, wie viele Kalorien es enthält.
Die Funktion soll über eine einfache Erkennung hinausgehen. Nutzer können einen Veranstaltungsflyer fotografieren und dessen Datum zur Kalender-App hinzufügen, Texte übersetzen oder eine Rechnung aufteilen. Diese Aktionen nutzen die über die Kamera erfassten Informationen, um alltägliche Aufgaben zu erleichtern.
Über das Kamerabild suchen und Fragen stellen
Der Siri-Modus bietet zwei zusätzliche Bedienelemente rund um das Kamerabild. Eine Schaltfläche auf der rechten Seite kann mit Google Bilder nach dem Motiv im Bild suchen, während eine Schaltfläche auf der linken Seite das Stellen einer konkreten Frage ermöglicht.
Diese fragebasierte Option kann gezieltere Hilfe bieten. Wer beispielsweise Lebensmittel betrachtet, könnte fragen, wie man sie zubereitet. Welche Antwort verfügbar ist, hängt davon ab, was die Kamera erkennt und welche Anfrage der Nutzer stellt.
iOS 27 verändert die Kameraoberfläche
Apple hat in iOS 27 außerdem mehrere Kamerasteuerungen neu angeordnet. Schnellzugriffsschaltflächen für den Blitz, Live Photo und den Nachtmodus befinden sich nun oben in der Mitte der Oberfläche.
Die vollständige Sammlung der Kamerawerkzeuge ist in die untere rechte Ecke gewandert und ersetzt damit ihre bisherige Position oben rechts. Nutzer können außerdem festlegen, welche Bedienelemente oben auf dem Bildschirm sichtbar bleiben. So lässt sich die Oberfläche besser an den bevorzugten Aufnahme-Workflow anpassen.
Durch die Änderungen wird Visual Intelligence zu einem festen Bestandteil der regulären Kameraerfahrung, statt eine Funktion zu sein, auf die Nutzer separat zugreifen müssen. Neben der Objekterkennung verbindet der neue Siri-Modus die Kamera mit Suche, Übersetzung, Kalenderaktionen und kontextbezogener Unterstützung.




