Die ersten Tests zum iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max sind erschienen, bevor die Smartphones am Freitag, dem 18. September, Kunden und Händler erreichen. Die Tester sind sich weitgehend einig, dass Apples neueste Pro-Modelle mit besseren Kameras, längerer Akkulaufzeit und höherer anhaltender Leistung überzeugen. Für Besitzer neuerer iPhones fällt das Upgrade insgesamt jedoch schrittweise aus.

Die iPhone-18-Pro-Modelle behalten das grundlegende Design der im vergangenen Jahr eingeführten iPhone-17-Pro-Reihe bei. Die wichtigsten Änderungen befinden sich im Inneren des Smartphones. Dazu gehören Apples A20 Pro, ein überarbeitetes Kühlsystem, Verbesserungen an den Kameras und eine kleinere Dynamic Island.

A20 Pro sorgt für höhere anhaltende Leistung

Apple zufolge ist der A20 Pro der erste Smartphone-Chip im 2-Nanometer-Verfahren und bietet eine bis zu 20 Prozent höhere CPU-Leistung sowie eine bis zu 40 Prozent höhere Grafikleistung als der A19 Pro. Raymond Wong von Gizmodo erzielte mit dem iPhone 18 Pro im Geekbench-7-Test 4.027 Punkte im Single-Core-Test und 11.540 Punkte im Multi-Core-Test. Im Vergleich zum iPhone 17 Pro entsprachen diese Ergebnisse Steigerungen von 24 beziehungsweise 26 Prozent.

Eine Vapor Chamber, die dreimal größer ist als bei der vorherigen Generation, soll dem Chip helfen, seine Spitzenleistung länger aufrechtzuerhalten. Wong zufolge wurde das iPhone 18 Pro bei normaler Nutzung nicht merklich heiß, auch nicht bei der Aufnahme von 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde.

Akkulaufzeit verbessert sich, besonders beim Pro Max

Beide Modelle bieten eine längere Akkulaufzeit, wobei das iPhone 18 Pro Max die deutlichste Verbesserung erzielt. Apple verspricht bis zu 15 Prozent mehr Offline-Videowiedergabe als beim iPhone 17 Pro Max. Gleichzeitig dauert das Aufladen auf 50 Prozent nun 15 statt 20 Minuten.

Im Akkutest von Tom's Guide hielt das iPhone 18 Pro Max 18 Stunden und 27 Minuten durch, verglichen mit 17 Stunden und 54 Minuten beim iPhone 17 Pro Max. Das reguläre iPhone 18 Pro erreichte 16 Stunden und 17 Minuten, gegenüber 15 Stunden und 21 Minuten beim iPhone 17 Pro.

Variable Blende ist die größte Kameraänderung

Die 48-Megapixel-Hauptkamera Fusion verfügt nun über eine variable Blende. Nutzer können damit festlegen, wie viel Licht auf den Sensor fällt. Verfügbar sind die Einstellungen ƒ/1.48, ƒ/1.8, ƒ/2.8 und ƒ/4.0. Apple zufolge kann das System Aufnahmen bei wenig Licht verbessern und Details an den Rändern von Gruppenfotos bewahren.

PetaPixel stellte fest, dass die Einstellung ƒ/2.8 im Test die schärfsten Ergebnisse lieferte, während die größte Blendenöffnung ƒ/1.48 weichere Ränder zeigte. Die Kamera-App bietet außerdem manuelle Einstellungen für Verschlusszeit, Weißabgleich und Blende sowie ein Histogramm. Patrick Holland von CNET begrüßte die Bedienelemente, kritisierte jedoch ihre Platzierung und merkte an, dass sie sich nicht der Camera-Control-Taste zuweisen lassen.

Kleine Änderungen an Oberfläche und Konnektivität

Die kleinere Dynamic Island kann bis zu drei Live Activities gleichzeitig anzeigen. Die Tester stellten fest, dass eine zweite Aktivität dadurch mehr Raum für Informationen erhält, auch in Apps zur Flugverfolgung.

Die Smartphones verwenden in den meisten Konfigurationen weltweit Apples C2-Modem der zweiten Generation. Das iPhone 18 Pro Max soll in den USA ein Qualcomm-Modem nutzen, während Apples C2-Modem angeblich schnellere Uploads und einen geringeren Stromverbrauch als der C1X bietet. Die Tester führten keine wissenschaftlichen Modemtests durch, ihre ersten Beobachtungen bewerteten die 5G-Leistung jedoch als ausreichend.

In den ersten Tests wird das iPhone 18 Pro durchweg als gute Wahl für Besitzer eines iPhone 16 Pro oder älterer Modelle beschrieben. Für Besitzer eines iPhone 17 Pro fällt die Empfehlung weniger überzeugend aus, da die neuesten Modelle weder ein grundlegendes Redesign noch ein unverzichtbares jährliches Upgrade bieten.