Apples nächstes iPad mini soll Gerüchten zufolge eines der größten Hardware-Updates seiner Geschichte erhalten. Das iPad mini 8 soll einen A20 Pro mit einem OLED-Display, einer Frontkamera im Querformat sowie mehreren Änderungen bei Konnektivität und Design kombinieren.

Die Informationen sind weiterhin unbestätigt, doch die gemeldeten Neuerungen deuten darauf hin, dass Apple ein umfangreicheres Update als beim aktuellen Modell vorbereitet. Eine Ankündigung wird noch in diesem Jahr erwartet, wobei der Oktober als wahrscheinlichster Startzeitraum gilt.

A20 Pro und mehr Arbeitsspeicher

Das iPad mini 8 soll Apples A20 Pro verwenden, der Berichten zufolge im 2-Nanometer-Verfahren von TSMC gefertigt wird. Im Vergleich zum A17 Pro im aktuellen iPad mini könnte der neue Chip eine bis zu etwa 1,5-mal höhere CPU-Leistung und eine bis zu etwa 2,5-mal höhere GPU-Leistung liefern.

Der Prozessor soll außerdem eine doppelte 16-Kern-Neural-Engine enthalten, also insgesamt 32 Neural-Engine-Kerne bieten. Das könnte fortschrittlichere Funktionen für On-Device-Intelligenz ermöglichen, wobei die konkreten Fähigkeiten, die Apple anbieten wird, noch nicht bestätigt sind.

Apple könnte den Arbeitsspeicher von 8 GB auf 12 GB erhöhen. Der zusätzliche RAM soll Berichten zufolge eher mit der Möglichkeit zusammenhängen, Tempo und Ausdruck der KI-Stimme von Siri anzupassen, als lediglich das allgemeine Multitasking zu verbessern.

OLED-Display und überarbeitetes Design

Eine der sichtbarsten Änderungen könnte der Wechsel von LCD zu OLED sein. Das neue Panel soll im Vergleich zum aktuellen Display kräftigere Farben, stärkeren Kontrast und echtes Schwarz bieten.

Das Tablet könnte außerdem schmalere Displayränder erhalten, wodurch der Bildschirm moderner wirkt, ohne das kompakte Format des iPad mini zu verändern. Eine weitere äußere Änderung könnte die Frontkamera bei aufrecht gehaltenem Tablet in den rechten Displayrand verlagern. Diese Platzierung im Querformat wäre besser für Videotelefonate geeignet, wenn das iPad mini horizontal verwendet wird.

Neue Drahtlosfunktionen und Mobilfunk-Hardware

Apple soll einen N1-Wireless-Chip für das Tablet entwickeln. Der Chip könnte Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 unterstützen und das iPad mini damit potenziell auf neuere Router, Zubehörgeräte und Funkstandards vorbereiten.

Mobilfunkversionen könnten Apples eigenes C1X- oder C2-Modem verwenden. Der Bericht legt nicht fest, für welches Modem sich Apple entscheiden wird, und enthält keine Details dazu, wie dessen Leistung im Vergleich zur aktuellen Hardware ausfallen würde.

Lautsprecher, Wasserresistenz und Preis

Das Lautsprechersystem könnte grundlegend überarbeitet werden. Gerüchten zufolge soll das nächste iPad mini auf sichtbare Lautsprecheröffnungen verzichten und stattdessen einen Lautsprecher im Stil einer Hörmuschel im oberen Displayrand integrieren – konzeptionell ähnlich wie beim Lautsprecheraufbau eines iPhone.

Zum ersten Mal bei einem iPad mini wird außerdem eine IP-zertifizierte Wasserresistenz erwartet. Apple hat weder die Schutzklasse bestätigt noch erklärt, welchen Schutzgrad das Tablet bieten würde.

Das aktuelle iPad mini startet in den USA nach einer Preiserhöhung um 100 US-Dollar im Juni bei 599 US-Dollar. Apple begründete diese Erhöhung mit gestiegenen Kosten für RAM- und Speicherchips. Da OLED-Panels im Allgemeinen teurer sind als LCD-Displays, könnte das iPad mini 8 bei seiner Markteinführung mehr kosten.