iOS 27 bringt CarPlay das umfangreichste Update seit Jahren. Welche Funktionen Fahrern zur Verfügung stehen, hängt jedoch von mehr ab als nur vom iPhone mit der neuen Software. Mehrere Änderungen funktionieren in jedem Fahrzeug, das CarPlay bereits unterstützt, während Videowiedergabe und Routenfreigabe kompatible Hard- und Software des Autoherstellers voraussetzen.

Apple hat iOS 27 am 14. September veröffentlicht, und das Update ist jetzt verfügbar. Fahrer mit einem neueren iPhone können mehrere neue CarPlay-Funktionen sofort nutzen, auch wenn das verbesserte Siri-Erlebnis zusätzliche Voraussetzungen hat.

CarPlay-Funktionen, die in jedem kompatiblen Fahrzeug funktionieren

Die am breitesten verfügbare Neuerung ist die Unterstützung anpassbarer Widgets. CarPlay kann jetzt kompatible Widgets vom Home-Bildschirm eines iPhones anzeigen, statt Nutzer auf Apples integrierte Auswahl zu beschränken. Widgets lassen sich über Einstellungen > Allgemein > CarPlay sowie anschließend über die Einstellungen des verbundenen Fahrzeugs und das Menü „Widgets“ hinzufügen und neu anordnen. Nutzer können Widgets auch entfernen und „Intelligentes Drehen“ oder „Widget-Vorschläge“ aktivieren.

Die Audiowiedergabe ist in iOS 27 flexibler. Der Bildschirm „Aktueller Titel“ enthält eine Fortschrittsleiste, mit der sich Songs und Podcasts durchsuchen lassen. Zuhörer müssen daher nicht mehr wiederholt die Überspringen-Tasten drücken. Ein dauerhaft sichtbarer Mini-Player zeigt zudem Cover und Wiedergabesteuerung an, während Nutzer andere Bereiche von CarPlay durchsuchen.

Apple Music ergänzt Bibliotheksfilter für Playlists, Alben, Künstler und Songs. Zu den Filtern gehören Optionen wie „Favoriten“ und „Alle Playlists“. Laut Apple können auch Musik-Apps von Drittanbietern dieselbe Funktion übernehmen.

CarPlay erhält außerdem 14 Farboptionen für Apples neue Celosia-Hintergrunddesigns. Die Hintergründe verwenden überlappende Kurven und weiche Schatten und werden über Apples aktualisierte Betriebssysteme hinweg geteilt. Apple Maps profitiert von den Verbesserungen bei der Suche in natürlicher Sprache, darunter Siri-Anfragen nach Routen, die Mautstraßen oder Autobahnen vermeiden.

Apple erklärt außerdem, dass iOS 27 die Zuverlässigkeit von drahtlosem CarPlay, die GPS-Genauigkeit und die Erkennung der Navigationsrichtung verbessert. Diese Änderungen werden auf dem iPhone verarbeitet und erfordern daher keine neue Fahrzeug-Hardware.

Funktionen, die Unterstützung des Autoherstellers erfordern

Video-Apps sind zum Start die am wenigsten verfügbare CarPlay-Funktion. Autohersteller müssen die AirPlay-Videointegration für ein Fahrzeug zertifizieren, bevor die Option angezeigt werden kann. Die Wiedergabe ist auf den Stand beschränkt und wechselt zu Audio, sobald das Fahrzeug in den Fahrmodus geschaltet wird. Dafür muss das Auto seinen Fahrstatus an iOS übermitteln. Bisher hat kein Hersteller Unterstützung für die Funktion angekündigt.

Navigations-Apps können Routeninformationen auch an das eigene Infotainment-Display oder das digitale Kombiinstrument eines Fahrzeugs weitergeben. Diese Informationen können Ladestopps für Elektrofahrzeuge und die geschätzte Reichweite umfassen. Damit dies funktioniert, muss das Fahrzeug die Integration jedoch unterstützen.

Siri AI stellt Anforderungen an das iPhone

Das neue, dialogorientierte Siri-Erlebnis in CarPlay erfordert ein iPhone, das Apple Intelligence unterstützt. Der Zugriff hängt außerdem von Apples Warteliste für Siri AI ab, der Nutzer über die Siri-Einstellungen auf ihrem iPhone beitreten können. Unterhaltungen lassen sich mit der Siri-App synchronisieren, sodass Nutzer sie später fortsetzen können.

Sprachsteuerung wird schrittweise erweitert

Apple stellt Entwicklern eine Vorlage für Sprachsteuerung bei dialogorientierten Interaktionen in CarPlay-Apps bereit. Die Funktion hängt jedoch davon ab, ob einzelne App-Entwickler sie übernehmen. Daher ist zu erwarten, dass sich die Unterstützung im Laufe der Zeit und nicht auf einmal entwickelt.