Fairphones zweite Generation echter kabelloser Ohrhörer ist in einem neuen Leak aufgetaucht und gibt Interessenten einen frühen Einblick in das Design vor dem für später in diesem Jahr erwarteten Start. Geleakte Bilder zeigen die Fairbuds 2 in zwei Farbvarianten, Grün und Schwarz, mit einem deutlich anderen Erscheinungsbild als beim ersten Versuch des Unternehmens.

Was der Leak zeigt

Die auffälligste Änderung ist das Hinzufügen von Stems. Die ursprünglichen Fairbuds, die im April 2024 erschienen, setzten auf ein Design ohne Stems, während der Nachfolger die verbreitetere Stem-Form übernimmt, die auf dem Markt für kabellose Ohrhörer üblich ist. Auch das Ladecase wirkt dicker als zuvor.

Dieses wuchtigere Case hat Spekulationen ausgelöst, dass Fairphone möglicherweise einen größeren Akku als die 500-mAh-Zelle des Originals verbaut hat. Vorerst bleibt das jedoch unbestätigt, da neben den Bildern keine vollständigen Spezifikationen aufgetaucht sind.

Wann die Fairbuds 2 zu erwarten sind

Fairphone bereitet Berichten zufolge die Vorstellung der Fairbuds 2 im vierten Quartal vor, was eine Enthüllung wahrscheinlich zwischen Oktober und Dezember bedeutet. Preise und detaillierte Spezifikationen sind noch nicht durchgesickert, sodass zentrale Fragen zu Akkulaufzeit, Klangleistung und Funktionen unbeantwortet bleiben.

Reparierbarkeit bleibt das Verkaufsargument

Wie auch immer die finalen Spezifikationen ausfallen: Von den Fairbuds 2 wird weithin erwartet, dass sie Fairphones Kernmission fortsetzen, reparierbare und langlebigere Geräte zu bauen. Die ursprünglichen Fairbuds setzten stark auf diesen Ansatz und boten einzeln austauschbare Komponenten, die Besitzer selbst wechseln konnten.

Beim Modell der ersten Generation ließen sich die Akkus in den Ohrhörern, der Akku im Case, die Silikon-Ohrstöpsel und -Ringe sowie sogar die äußere Schale des Cases alle mit nichts weiter als einem Kreuzschlitzschraubendreher und einem Hebelwerkzeug ersetzen. Dieses Maß an Selbstreparierbarkeit ist zentral für die Identität von Fairphone, und es wäre überraschend, wenn die zweite Generation davon abweichen würde.

Reparierbare Ohrhörer gehen eines der größten Nachhaltigkeitsprobleme dieser Kategorie an. Da die winzigen Akkus in kabellosen Ohrhörern mit der Zeit an Kapazität verlieren und oft in versiegelte Gehäuse geklebt sind, werden viele Paare praktisch zum Wegwerfprodukt, sobald die Ladung nicht mehr hält. Ein Design, das es Besitzern erlaubt, Akku und abgenutzte Aufsätze zu ersetzen, könnte die Lebensdauer des Produkts deutlich verlängern.

Warum das wichtig ist

Wenn Fairphone ein konventionelleres Stem-Design liefert, ohne die Reparierbarkeit zu opfern, könnten die Fairbuds 2 Käufer ansprechen, die den vertrauten Sitz und die Steuerung gängiger Ohrhörer wollen, sich aber dennoch die Möglichkeit erhalten wollen, zu reparieren statt zu ersetzen. Die Herausforderung des Unternehmens wird darin bestehen, mit der Audioqualität, der Geräuschunterdrückung und der Akkulaufzeit größerer Konkurrenten mitzuhalten – all das wird sich klarer zeigen, sobald die offiziellen Details später in diesem Jahr eintreffen.