Samsung bereitet die Unterstützung für Google Photos in seiner App Gallery Cloud Sync vor. Galaxy-Nutzer erhalten damit eine weitere Möglichkeit, Fotos und Videos zu sichern, während die OneDrive-Unterstützung entfernt wird. Die neue Integration ist in Version 1.6.09.31 der App enthalten und soll am 1. Oktober verfügbar werden.

Der Zeitpunkt bedeutet, dass Google Photos unmittelbar nach Samsungs Ende der OneDrive-Unterstützung am 30. September verfügbar sein wird. Samsungs eigener Cloud-Dienst bleibt zwar verfügbar, bietet jedoch 15 GB kostenlosen Speicher. Zum Vergleich: Google AI Pro stellt im Rahmen ausgewählter Aktionen für Samsung-Galaxy-Geräte 5 TB Speicher bereit. Für Kunden mit großen Fotosammlungen könnte die neue Verbindung daher besonders nützlich sein.

So funktioniert Samsung Gallery Cloud Sync

Laut Googles Support-Dokumentation synchronisiert die Integration zunächst Fotos und Videos aus der Kamerarolle eines Geräts. Nutzer können dieses Standardverhalten deaktivieren und stattdessen bestimmte Ordner auswählen. Dadurch erhalten sie mehr Kontrolle darüber, welche Inhalte hochgeladen werden.

Nach der Synchronisierung sind die Dateien auf verbundenen Geräten verfügbar und sowohl in der Google-Photos-App als auch auf der Website einsehbar. Wird eine Datei gelöscht, wird sie ebenfalls aus den verbundenen Apps und dem Cloud-Speicher entfernt. Bearbeitete Bilder werden ebenfalls synchronisiert, wobei Nutzern möglicherweise sowohl die Original- als auch die bearbeitete Version angezeigt wird.

Der Eintrag der App Samsung Gallery Cloud Sync nennt die bevorstehende Version, die die Verbindung zu Google Photos hinzufügt. Berichten zufolge haben einige Nutzer die Funktion bereits vor dem breiteren Start am 1. Oktober aktiviert. Dazu gehört der X-Nutzer Fahad Ali Javed, dessen Screenshots zeigen, dass die Integration mit Googles 5-TB-Tarif funktioniert.

Google-Photos-Funktionen sind eingeschränkt

Fotos, die über die Verbindung von Samsung Gallery Cloud Sync hochgeladen werden, werden nicht vollständig wie Inhalte behandelt, die direkt von der Google-Photos-App synchronisiert wurden. Google zufolge werden diese Dateien aus Funktionen wie Erinnerungen und Highlights, Live-Alben sowie der Suche ausgeschlossen.

Nutzer, die diese Funktionen verwenden möchten, können stattdessen die Sicherung direkt in der Google-Photos-App aktivieren. Das kann zu einem anderen Ablauf führen, umgeht jedoch die Einschränkungen für Inhalte, die über Samsungs systemweite Synchronisierungsfunktion eingehen.

Was mit OneDrive-Nutzern passiert

Die Änderung verlagert Samsungs Optionen für Gallery Cloud Sync von Microsofts OneDrive hin zu Samsung Cloud und Google Photos. Die kostenlosen 15 GB von Samsung Cloud dürften für eine grundlegende Synchronisierung ausreichen. Nutzer mit umfangreichen Kamerabibliotheken könnten jedoch Google Photos bevorzugen, wenn sie bereits Zugriff auf einen größeren Google-Speicherplan haben.

Der 1. Oktober ist das genannte Zieldatum für den Start. Nutzerberichte deuten jedoch darauf hin, dass die Funktion bei einigen Konten oder Geräten bereits früher erscheinen könnte. Die Verfügbarkeit kann daher vor dem geplanten Start variieren.

Auch Samsung-TVs erhalten Google-Photos-Funktionen

Samsungs Smart-TVs für 2026 erhalten ebenfalls eine Integration von Google Photos. Die Funktion „Erinnerungen“ kann eine Google-Photos-Bibliothek verwenden, um auf Grundlage von Personen, Orten und bedeutenden Momenten kuratierte Geschichten zu erstellen. Eine separate Funktion namens „Personalisierte Ergebnisse“ erstellt Diashows zu ausgewählten Themen oder Erinnerungen.