Apples neuer Smart-Home-Hub HomeView stößt bereits beim bekannten Technologiereviewer Marques Brownlee auf Skepsis. In einem Eindrucksvideo auf seinem MKBHD-YouTube-Kanal sagte Brownlee, er könne keine Nutzergruppe erkennen, für die das Gerät ideal geeignet sei.

Sein Hauptkritikpunkt ist, dass HomeView offenbar mehrere Produkte überschneidet, die Apple bereits verkauft – darunter iPhone, iPad, Apple Watch und HomePod. Aus Brownlees Sicht ist deshalb schwer zu erkennen, welchen zusätzlichen Nutzen der neue Hub für das Apple-Ökosystem bringt.

Warum MKBHD von HomeView nicht überzeugt ist

Brownlees Kritik richtet sich weniger gegen einen konkreten Fehler als gegen die Position des Produkts innerhalb von Apples bestehendem Portfolio. Das Unternehmen bietet bereits mehrere Geräte an, die sich im gesamten Ökosystem einsetzen lassen. HomeView scheint keinen ausreichenden zusätzlichen Nutzen zu bieten, um sich klar von diesen Geräten abzuheben.

„Ich kann keine Nutzergruppe ausmachen, für die dieses Gerät tatsächlich ideal wäre“, sagte Brownlee im Video. Diese Einschätzung deutet darauf hin, dass HomeView sowohl bestehende Apple-Kunden als auch Menschen, die nach einem speziellen Smart-Home-Hub suchen, nur schwer ansprechen könnte.

Für aktuelle Apple-Nutzer stellt sich die Frage, ob HomeView etwas Wesentliches bietet, das sich von den Geräten unterscheidet, die sie bereits besitzen. Wenn der Hub hauptsächlich Funktionen dupliziert, die mit einem iPhone, iPad, einer Apple Watch oder einem HomePod verbunden sind, könnten Käufer den Kauf eines weiteren Produkts nur schwer rechtfertigen.

HomeView trifft auf ein dichtes Apple-Ökosystem

Apples Ökosystem ist ein zentraler Bestandteil der Diskussion über HomeView. Die Produkte des Unternehmens sind darauf ausgelegt, zusammenzuarbeiten. Das bedeutet jedoch auch, dass ein neues Gerät einen klaren Grund für seine Existenz neben vertrauter Hardware liefern muss. Brownlee zufolge hat HomeView bislang keinen ausreichenden „zusätzlichen Nutzen“ gezeigt, um diesen Anspruch zu erfüllen.

Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Hub keine Zielgruppe hat. Nach Brownlees ersten Eindrücken könnte seine Attraktivität jedoch davon abhängen, ob Käufer einen konkreten Vorteil erkennen, der nicht bereits von einem anderen Apple-Gerät abgedeckt wird. Das Ausgangsmaterial nennt keine bestimmte Funktion oder Nutzergruppe, die diesen Einwand ausräumen würde.

Brownlees Empfehlung für die meisten Käufer

Brownlees Fazit ist eindeutig: Die meisten Menschen sollten HomeView überspringen. Seine Einschätzung ist besonders für Käufer relevant, die überlegen, ob der Hub einen Platz in einem Apple-orientierten Zuhause verdient. Denn die entscheidende Frage ist nicht, ob er zum Ökosystem gehört, sondern ob er den bereits vorhandenen Produkten darin genug hinzufügt.

Mit der Einführung von HomeView erhält Apple ein weiteres Produkt aus der Smart-Home-Kategorie. Brownlees Reaktion macht zugleich deutlich, wie schwierig es ist, ein etabliertes Portfolio zu erweitern, ohne unnötige Überschneidungen zu schaffen. Ob sich HomeView als nützlich erweist, dürfte letztlich davon abhängen, welche eigenständige Rolle Käufer dem Gerät neben ihren vorhandenen Apple-Geräten zuschreiben.