Apples erweiterte Siri-KI könnte laut Mark Gurman von Bloomberg noch mehrere Monate auf iPhone und iPad in der Europäischen Union nicht verfügbar sein. In der neuesten Ausgabe seines Newsletters Power On erklärte Gurman, eine Verzögerung von etwa fünf Monaten wäre das „absolute bestmögliche Szenario“, wobei sich die tatsächliche Wartezeit noch verlängern könnte.
Die Verzögerung scheint mit Apples laufenden Bemühungen zusammenzuhängen, die Digitalregeln der Europäischen Union einzuhalten. Apple hat die erweiterte Siri-Funktion auf iPhone und iPad in der EU noch nicht verfügbar gemacht, obwohl EU-Nutzer darauf bereits auf dem Mac zugreifen können.
Warum sich die Siri-KI in der EU verzögert
Laut Gurman verhandelt Apple weiterhin mit der Europäischen Kommission über seinen Ansatz zur Einhaltung der Vorgaben. Dadurch bleiben die neuen Siri-Funktionen auf den meistgenutzten Mobilgeräten von Apple in der Region nicht verfügbar.
Gurman deutete außerdem an, dass Apple die Verzögerung nutzen könnte, um Druck auf die Europäische Kommission auszuüben. Seiner Einschätzung nach hofft das Unternehmen, dass die Frustration der Kunden zu Änderungen am Ansatz des Staatenbundes führt. Damit wäre die Einführung sowohl eine regulatorische Frage als auch eine Entscheidung über die Softwarebereitstellung.
Der Zeitplan bleibt jedoch ungewiss. Fünf Monate gelten als optimistischstes Ergebnis und nicht als verbindlicher Starttermin. EU-Kunden könnten länger warten, falls Apples Gespräche mit den Regulierungsbehörden die Frage nicht schnell klären.
Wie sich die Verzögerung von Apple Intelligence unterscheidet
Die Situation ähnelt Apples früherer Entscheidung, die Einführung von Apple Intelligence in der Europäischen Union zu verschieben. Gurman verwies auf diese Erfahrung als Vergleich zur aktuellen Situation der Siri-KI, obwohl die Quelle kein bestätigtes Veröffentlichungsdatum für die neuere Erweiterung nennt.
Für iPhone- und iPad-Besitzer in der EU führt dies praktisch zu einer unterschiedlichen Nutzungserfahrung auf den Apple-Geräten. Die erweiterte Siri-KI ist auf diesen Mobilprodukten nicht verfügbar, während der Zugriff auf dem Mac bestehen bleibt. Dadurch kann derselbe Nutzer auf einer Apple-Plattform Zugriff auf die Funktion haben, auf einer anderen jedoch nicht – abhängig vom verwendeten Gerät.
Was EU-Nutzer erwarten können
Derzeit gibt es kein bestätigtes Datum für die Einführung auf iPhone und iPad in der EU. Der von Gurman genannte frühestmögliche Zeitpunkt liegt etwa fünf Monate entfernt. Die Verzögerung könnte sich jedoch darüber hinaus verlängern, während Apple seine regulatorische Position weiter klärt.
Bis die Frage geklärt ist, sollten EU-Nutzer nicht davon ausgehen, dass die erweiterte Siri-KI gleichzeitig mit anderen Regionen auf iPhone oder iPad verfügbar wird. Die Verfügbarkeit der Funktion hängt vom Ausgang von Apples Gesprächen mit der Europäischen Kommission und von der Entscheidung des Unternehmens ab, wie es die digitalen Anforderungen des Staatenbundes erfüllen will.




