Apple bewirbt in einem neuen Video die mit iOS 27 eingeführten Kindersicherungsfunktionen und hebt Werkzeuge hervor, mit denen Eltern besser kontrollieren können, wie Kinder iPhone-, iPad- und Mac-Geräte nutzen. Das Update vereinfacht die Einrichtung von Kinderaccounts und bietet detailliertere Kontrollen für Apps, Websites, Kommunikation und Bildschirmzeit.
Die Änderungen sind Teil von Apples umfassenderen Bemühungen um die Sicherheit von Kindern, während Regierungen im Vereinigten Königreich, in den Vereinigten Staaten und in Australien Vorschriften zum Schutz von Kindern im Internet prüfen oder einführen. Apples aktualisierte Kontrollen wurden am 14. September zusammen mit iOS 27, iPadOS 27 und macOS Golden Gate verfügbar.
Mehr Kontrolle über Apps und Websites
Apple zufolge lassen sich Kinderaccounts jetzt einfacher erstellen und intuitiver verwalten. Eltern können auswählen, auf welche Arten von Apps ihre Kinder zugreifen dürfen. Mit „Kaufanfrage“ können Kinder außerdem neue Apps und Spiele zur Genehmigung anfragen.
Eine separate Funktion namens „Ask to Browse“ ermöglicht es Eltern festzulegen, welche Websites ihre Kinder in Safari besuchen dürfen. Eltern können den Zugriff auf das Internet blockieren oder erlauben und damit über Einschränkungen auf App-Ebene hinausgehende Grenzen setzen.
Die Familienkontrollen umfassen auch die Kommunikation. Eltern können festlegen, wen ihre Kinder anrufen oder per Nachricht kontaktieren dürfen. So können sie Kontakte in den unterstützten Kommunikationsfunktionen verwalten.
Sicherheitsschutz für Nachrichten und Videoanrufe
Die Kommunikationssicherheit in Messages und FaceTime soll Bilder und Videos erkennen und blockieren, die Gewalt oder Nacktheit enthalten. Damit erweitert Apple seinen bisherigen Sicherheitsansatz auf visuelle Inhalte, die über Nachrichten- und Videoanrufdienste geteilt werden.
Diese Schutzmaßnahmen sollen die Gefährdung von Kindern durch unangemessene Inhalte verringern. Die vorliegenden Informationen nennen jedoch nicht, wie die Erkennung funktioniert oder welche Arten von Inhalten in jeder Situation blockiert werden können.
Zeitpläne und Bildschirmzeit mit einer Berührung
iOS 27 bietet außerdem flexiblere Möglichkeiten, zu steuern, wann Kinder Apps und Dienste nutzen dürfen. Mit „Time Allowances“ und „Schedules“ können Eltern Zugriffsregeln nach Tag, Uhrzeit und Aktivität festlegen. So lässt sich die App-Nutzung in bestimmten Zeiträumen, etwa während der Schulzeit, begrenzen.
Apple bewirbt zudem Steuerungen mit einer Berührung, um den Zugriff schnell zu ändern. Eltern können den Zugriff während gemeinsamer Familienaktivitäten wie dem Abendessen vollständig pausieren oder unbegrenzte Bildschirmzeit aktivieren, wenn keine Einschränkungen erforderlich sind.
Regulatorischer Druck beim Schutz von Kindern
Die neuen Kontrollen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Apple wegen der Sicherheit von Kindern im Internet zunehmend in den Fokus von Regulierungsbehörden gerät. Das Vereinigte Königreich fordert Schutzmaßnahmen auf Geräteebene, die Kinder daran hindern, unangemessene Bilder anzusehen und zu teilen. In den Vereinigten Staaten liegt der Kids Internet and Digital Safety Act dem Senat vor.
Australien hat Kindern unter 16 Jahren bereits verboten, Konten bei bestimmten Social-Media-Apps zu erstellen. Apples Kontrollen ersetzen diese Vorschriften nicht, doch der Zeitpunkt rückt die auf Geräteebene verfügbaren Werkzeuge für Familien stärker in den Mittelpunkt.
Damit Änderungen an der Bildschirmzeit in einer Family-Sharing-Gruppe funktionieren, müssen laut Apple alle Geräte der Gruppe auf die neueste Software aktualisiert sein.




