Die Modelle Apple Watch Series 12 und Apple Watch Ultra 4 könnten doppelt so viel physischen Flash-Speicher enthalten, wie ihre offiziellen Spezifikationen vermuten lassen. Ein chinesischer Hardwareforscher behauptet, dass die Uhren einen 128-GB-NAND-Flash-Chip verwenden, obwohl beide Modelle offiziell mit 64 GB Speicher angegeben werden.

Die Entdeckung klärt nicht, wie viel dieser physischen Kapazität den Nutzern zur Verfügung steht oder warum Apple den Zugriff darauf einschränken könnte. Teardowns könnten weitere Informationen über die Komponenten im Inneren der neuen Uhren und die Konfiguration ihres Speichers liefern.

Was die Speicherentdeckung zeigt

Laut dem Forscher wurde Anfang dieses Monats ein 128-GB-NAND-Speicherprofil identifiziert, das mit dem T8320-Chip der Apple Watch Series 12 und Ultra 4 verbunden ist. Dieses Profil deutet darauf hin, dass die Uhren eine 128-GB-Flash-Komponente statt eines 64-GB-Bauteils enthalten könnten.

Die Entdeckung beweist jedoch nicht, dass die Uhren auf die vollständige Kapazität zugreifen können. Apples offizielle Speicherangabe für beide Modelle beträgt weiterhin 64 GB. Ein Teil des physischen Flash-Speichers könnte daher reserviert oder für das Betriebssystem anderweitig nicht verfügbar sein.

Warum Apple die zusätzliche Kapazität reservieren könnte

Der Grund für den scheinbaren Unterschied ist unklar. Eine Möglichkeit wäre, dass Apple einen Teil des Flash-Speichers für intensive Lese- und Schreibvorgänge im Zusammenhang mit Sensoren zurückhält. Ein reservierter Bereich könnte außerdem als Puffer für die Haltbarkeit dienen und dem Speicher zusätzliche Reservekapazität verschaffen, wenn einzelne Speicherzellen im Laufe der Zeit verschleißen.

Diese Erklärungen bleiben Möglichkeiten und sind keine bestätigten Details. Die verfügbaren Informationen zeigen nicht, ob die ungenutzte Kapazität einer bestimmten Funktion zugewiesen ist, aus technischen Gründen vor den Nutzern verborgen wird oder lediglich Teil einer Komponentenwahl ist, die Apple bei der Fertigung zusätzliche Flexibilität verschafft.

Ein ähnliches Beispiel beim iPad Pro

Apple hat bereits mehr physischen Speicher eingesetzt, als dem System eines Geräts zur Verfügung stand. Teardowns des M4 iPad Pro aus dem Jahr 2024 deuteten darauf hin, dass Modelle mit beworbenen 8 GB RAM 12 GB physischen Speicher enthielten, von denen nur 8 GB für das System zugänglich waren.

Dieses frühere Beispiel bestätigt nicht, dass Apple bei der Apple Watch genauso verfährt. Es zeigt jedoch, wie sich die in den Produktspezifikationen angegebene Kapazität von der insgesamt in der Hardware vorhandenen Menge unterscheiden kann.

Teardowns könnten die Konfiguration bestätigen

Die Speicherangabe sollte als unbestätigt gelten, bis unabhängige Teardowns die Hardware der Apple Watch Series 12 und Ultra 4 untersuchen. Ein Teardown könnte das NAND-Package direkt identifizieren und dabei helfen festzustellen, ob die Uhren eine 128-GB-Komponente verwenden, bei der ein Teil der Kapazität deaktiviert oder reserviert ist.

Für Käufer könnte der unmittelbare praktische Unterschied begrenzt sein, da Apple beide Modelle weiterhin als Geräte mit 64 GB präsentiert. Bedeutender ist die Entdeckung als Einblick in Apples Komponentenwahl und den Umgang des Unternehmens mit der Speicherkapazität in kompakter Wearable-Hardware.